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Die Einsiedler Satzenden sind wie verhext

Das Etzelderby wurde dem Ruf als spannendes Spiel gerecht, nur wurde diese enge Begegnung aus Einsiedler Sicht leider vom falschen Team gewonnen. 

Den ersten Schreck erlebten die Einsiedler Volleyballer und Zuschauer am letzten Samstag bereits im ersten Satz beim Spielstand von 3:5, als der Topscorer von Jona, der Russe Anatoly Mezhonnov, mit einer Granate von Ball auf dem Aussenangriff und nach dessen Aufprall auf dem Boden den Einsiedler Passeur Denis Milanez voll ins Gesicht traf. Es herrschte für einen Moment Totenstille in der Halle, doch konnte der Mannschaftskapitän zum Glück nach kurzer Pause wieder weiterspielen. Dies wäre sonst grosses Pech gewesen, sass doch schon der zweite Einsiedler Passeur, Oliver Ulrich, nachdem er sich im Training am kleinen Finger der linken Hand eine Sehne gerissen hatte, verletzt auf der Bank und war zum Zuschauen verknurrt.

Ansonsten wogte das Spiel auf beiden Seiten hin und her. Es gab hier wie dort unpräzise Abnahmen, Aufschlagfehler, aber auch immer wieder knallharte Angriffe auf beiden Seiten, die haarscharf auf oder gar neben der Linie landeten. Doch der erste Schiedsrichter liess sich auch bei umstrittenen Bällen nicht aus der Ruhe bringen, und eigentlich sah es für die Einsiedler nach dem leicht verhaltenen Start gut aus, konnten sie doch vor dem ersten technischen Time-out einen erfreulichen Zwischenspurt einlegen, wie sich der als Speaker fungierende Einsiedler VBC-Präsident Gerry Nauer ausdrückte.

Wegen einiger ärgerlichen Eigenfehler hiess es dann aber plötzlich 19:19, und wie schon so oft diese Saison vermochten die Einsiedler eine knappe Ausgangslage nicht zu ihren Gunsten zu nutzen. Auch wenn die Endphase dieses Satzes für die wohl wegen der Ostertage nicht allzu zahlreich aufmarschierten Zuschauer sehr spannend war. Aber ein einheimischer Blockfehler und eine unpräzise Abnahme direkt auf die Netzkante, welche die Joner mit Handkuss, sprich mit einem Smash verwerteten, führten leider zum 24:26 für die Gäste.

Wie gehabt

Auch der zweite Satz war ein eigentliches Hin und Her mit sehenswerten Aktionen auf sozusagen allen Positionen auf beiden Seiten, aber ebenso mit verpatzten Bällen oder Missverständnissen. Das Spiel war während des ganzen Satzes auf Messers Schneide und wohl wieder hätte niemand darauf gewettet, wer ihn ins Trockene bringen könnte. Dank eines ausgezeichneten Zuspiels des grösstenteils sehr souverän aufspielenden Einsiedler Passeurs konnte Dominik Schnüriger in der Endphase seinen Angriff versenken und es hiess 22:20. Auch wenn der kräftige Joner Angreifer Joel Roos nochmals auf 22:21 verkürzte, so konnten die Gastgeber diesmal den knappen Vorsprung über die Runde bringen und den Sack mit 25:22 zumachen.

Nicht wirklich gut lief es den Einsiedlern in der ersten Hälfte des dritten Satzes, und beim Stand von 9:14 musste Coach Philippe Husi bereits das zweite Time-out nehmen. «Zum Glück ist der Satz noch nicht fertig!», meinten die beiden Zuschauerinnen Heidi Reichmuth und Marina Blum unisono. Und sie sollten Recht behalten. Die Einheimischen kämpften sich nochmals zurück und es hiess gar 19:18. Vor allem die Bälle für die Kurzangriffe, welche wiederum von Denis Milanez bestens lanciert wurden, wurden von Jan Lux und Matej Prajzler erfolgreich verwertet. Da war er dann wieder, der Wille und ebenso der Kampfgeist und trotzdem sollte es erneut nicht reichen. Die Nerven hielten nicht, und der Topscorer von Jona konnte seinen bestechenden Angriff am Einsiedler Einerblock vorbeiziehen und es hiess 23:25 für die Gäste. Es war wie verhext!

Auch wenn Jona dann im vierten Satz etliche Aufschläge vergab, so brillierte es doch mit Power in den Angriffen, und der Einsiedler Top-
scorer Raphael Kälin hatte oft eine unüberwindbare Blockwand vor sich. Einzig wenn das Spiel schnell wurde und ein Aufbäumen zu spüren war, kamen auch die Einsiedler zu Punkten, aber den zu Beginn eingehandelten Rückstand einzuholen war fast unmöglich. Doch schafften sie es noch, wohl auch dank der nicht nachlassenden Unterstützung des Publikums, sich von 15:22 bis zu 21:25 heranzukämpfen, aber zu mehr reichte es leider nicht. Eigentlich schade, und auch Dominik Schnüriger wusste auf die Frage, woran es denn immer liege, dass sie die Sätze am Ende nicht für sich entscheiden können, auch diesmal keine Antwort. Fast logisch, sonst hätten sie das Rezept wohl längst angewendet. Aber es gibt ja am kommenden Samstag noch eine weitere Chance.

Die letzte Runde

Am nächsten Samstag und eventuell Sonntag stehen die letzten Begegnungen der Saison an: Mit einem Sieg am Samstag könnte Einsiedeln zum 1:1 ausgleichen und sich in das Sonntagsspiel katapultieren. Dafür braucht es aber – vor allem zu Satzende – bessere Nerven für die Einsiedler. Dass sie das Potenzial haben, Jona zu schlagen, deuteten sie bereits am letzten Samstag an.

   Die nächste Begegnung zwischen Jona und Einsiedeln findet am Samstag, 22. April, um 18 Uhr in der Halle Rain statt. Falls ein Entscheidungsspiel nötig ist, findet es am Sonntag, 23. April, ebenfalls um 18 Uhr in der Halle Rain statt.

Matchtelegramm

Meisterschaft, NLA, Spiel um Platz sieben. Einsiedeln – Jona 1:3 (24:26, 25:22, 23:25, 21:25).

Sporthalle Brüel. – 80 Zuschauer.

VBC Einsiedeln: Denis Milanez (Captain), Vitezslav Bartunek, Jan Lux, Raphael Kälin, Dominik Schnüriger, Matej Prajzler, Stig Döös, Martin Wyss, Linus Birchler, Dominik Husi (Libero).

Burgerstein Vitamine Volley Jona: Marco Bürgi (Captain), Gian Aebli, Luca Beeler, Florian Heidrich, Joel Maag, Michael Huser, Anatoly Mezhonnov, Joel Roos, Gian-Reto Riedi, Jonas Stadelmann, Nicolas Meier (Libero).

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