NLA: Trotz gutem Kampf unterlegen

Die Volleyballer des VBC Einsiedeln mussten sich trotz teilweise sehr guter Gegenwehr beim aktuellen Leader der Nationalliga, dem Lausanne UC, am Ende deutlich geschlagen geben. Die Rollenverteilung vor dem Match war klar. Nachdem sich Lausanne in der vergangenen Woche nochmals auf der Aussenposition verstärkt hatte und bereits schon ohne den neuen Mitspieler die Tabelle der NLA anführte erwartete keiner der Lausanner Zuschauer eine Überraschung.

Dennoch wollte das Team von Coach Rüdisüli, das ohne die verletzten Oliver Bochsler und Stig Döös angereist war, es dem Gegner am Genfersee so schwer wie möglich machen. Zudem hatte der VBC im ersten Match des Jahres Zuhause gegen den LUC ausserordentlich gut gespielt und war nahe dran an der Sensation eines Punktgewinnes gegen den Favoriten aus dem Kanton Waadt.

Zum Start setzte Ernst Rüdisüli auf seine bewährte Anfangsformation. Auf den Aussenpositionen starteten Pascal Wunderle und Malte Stiel, Bene Doranth besetzte die Diagonalposition, Gian Aebli begann als Passeur. In gewohnter Manier übernahmen Ben Hensler und Martin Wyss den Posten der Mittelblocker und Michael Birchler den des Liberos. Auf der gegnerischen Seite ersetzte der Diagonale Jonas Kvalen den auf der Aussenposition angeschlagenen Nick Del Bianco und Jonathan Kaeser begann als Diagonaler. Gleich zu Beginn sah sich der Einsiedler Annahmeriegel sehr grossem Druck ausgesetzt und Passeur Aebli konnte selten aus der Annahme alle Angreifer frei bedienen. Daher setzte sich Lausanne über den gesamten Satz konstant weiter ab und gewann schliesslich ohne Probleme mit 25:17.

Doch ganz so einfach wollte sich der VBC nicht geschlagen geben. Im zweiten Durchgang ersetzte der munter aufspielende Raphael Kälin Pascal Wunderle als Aussenangreifer und das Team begann leidenschaftlich zu kämpfen. Obwohl der VBC bereits zu Beginn einige Punktchancen nicht nutzen konnte, blieben die Einsiedler bis zum 10:11 aus Einsiedler Sicht am Gegner dran. Dann allerdings ging Neuaussenangreifer Jonas Kvalen zum Service und schlug sage und schreibe neun Mal mit extrem grossem Risiko auf. Einsiedeln fand in dieser Phase kein Gegenmittel gegen den starken Service. Der Rest des Satzes war dann nur noch Formsache. Mittlerweile war auch Lausannes Neuzugang Vinicius Raguzzoni auf dem Feld.

Auch nach dem deutlichen zweiten Satz liess der Kampfgeist der Einsiedler nicht nach und die Truppe um die beiden Passeure Aebli und Ulrich zeigte, dass sie durchaus auch einmal mit den grossen Mannschaften mithalten kann. Doch schliesslich machte Lausanne beim Stand von 18:19 doch wieder mit sehr guten Services viel Druck auf die Einsiedler und konnte den Satz mit 25:21 gewinnen.

Auch wenn die Früchte in Lausanne zu hoch hingen, sollte das Team dennoch das Positive aus diesem Match mit nach Hause nehmen. In der nächsten Woche sollten eine ähnliche Leistung auf dem Feld und ein etwas verbesserte Service einen Sieg durchaus in Reichweite bringen. Dann ist nämlich wieder Jona zu Gast in Einsiedeln. Bereits im letzten Aufeinandertreffen konnte Einsiedeln lange mithalten und musste sich nach einer 2:0 Satzführung erst im fünften Satz mit 20:18 geschlagen geben. Also gilt es Weiterhin für den VBC nicht den Kopf in den Sand zu stecken und gemeinsam mit dem tollen Heimpublikum für die ersten Punkte im neuen Jahr zu kämpfen.

VBC Einsiedeln. Malte Stiel (Captain), Gian Aebli, Oliver Ulrich, Bene Doranth, Dominik Schnüriger, Martin Wyss, Ben Hensler, Oliver Bochsler (verletzt), Raphael Kälin, Pascal Wunderle, Michael Birchler (Libero), Stig Döös Traagstad (verletzt). – Coach: Ernst Rüdisüli.

Assistent: Kurt Steiner.

Lausanne UC. Jonathan Kaeser, Vinicius Raguzzoni, Julien Carrel, Dennis Del Valle, noas Kvalen, Reto Pfund, Arthur Sueur, Karim Zerika, Vadzim Pranko, Nick Del Bianco, Adrian Prevel, Vinicius Raguzzoni. – Coach: Massimiliano Giaccardi

 

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