Gleich fünf Spiele fanden am vergangenen Samstag in der Sporthalle statt, wobei leider nicht alle Spiele erfolgreich für die Einsiedler Teams ausgingen. Dies wäre auch gar nicht möglich gewesen, da sowohl bei den Damen als auch bei den Herren jeweils die beiden 2.-Ligateams gegeneinander antraten.
Als erstes Team spielte bereits vor dem Mittag das Damen 3 gegen Rüschlikon. Dabei überraschten die Einsiedlerinnen die Gegner im ersten Satz mit ihrer kämpferischen Einstellung und gewannen diesen klar. Nach und nach wurde aber deutlich, dass Rüschlikon technisch doch auf einem etwas höheren Niveau spielte und die beiden nächsten Sätze für sich entschied. Mit viel Kampfgeist, guter Verteidigung und starken Aufschlägen konnten die Einsiedlerinnen dann jedoch den 4. Satz gewinnen und ein Tie-Break erzwingen. In diesem liessen die starken Gegnerinnen aber nichts mehr anbrennen und gewannen das Spiel mit 3:2.
Als nächstes spielte das Herren 3 gegen Volley S9. Während bei den Einsiedlern ein Mix von jungen Talenten und routinierten Spielern auf dem Feld stand, bestand das Zürcher Team nur aus Nachwuchsspielern. Dass im Volleyball Erfahrung aber einfach enorm wichtig ist, zeigte sich bereits im ersten Satz. Während die Einsiedler Routiniers sehr viele Bälle variantenreich im gegnerischen Feld versenkten, hatten die jungen Wilden aus Zürich damit viel mehr Mühe. Aufgrund des klaren Satzgewinns wurde im zweiten Satz dann auch einiges gewechselt, was aber etwas leider etwas Unruhe ins Team brachte. Das Spiel verlief nicht mehr so eingespielt und die Zürcher konnten zum 1:1 ausgleichen. Wieder mit der Startaufstellung war dann der 3. Satz wieder eine klare Beute für die Einsiedler. Der vierte Satz war dann die ganze Zeit extrem knapp und von einer vollen Halle lautstark angetrieben, gewannen die Einsiedler 27:25 und das Spiel 3:1.
Parallel dazu spielten das Juniorinnen DU23 gegen die Volleyball Academy aus Zürich. Da einige Einsiedlerinnen später noch mit dem Fanionteam spielten, traten die Einsiedlerinnen nicht in Bestbesetzung und ohne Wechseloptionen an. Nach einem verschlafenen ersten Satz fanden die Einsiedlerinnen aber dann besser ins Spiel und konnten Satz 2 und 3 knapper gestalten, auch wenn es nicht ganz zu einem Satzgewinn reichte.
Zum ersten Höhepunkt kam es anschliessend in der von Sponsoren und Zuschauern gut gefüllten Sporthalle. Das einheimische Herren 1 spielte gegen das ebenfalls einheimische Herren 2. Erfahrung war dabei auf beiden Seiten des Feldes genug vorhanden, spielten doch fast alle Akteure in der Vergangenheit auch schon in den nationalen Ligen. Aufgrund von verschiedenen Absenzen konnte das Herren 1 aber nur mit 7 Spielern und somit ohne Wechseloptionen antreten. Es kam dann auch zum erwartet engen Spielverlauf im ersten Satz. Während das Herren 1 im Angriff sicher über deutlich mehr Angriffspower verfügte, zeigte das Herren 2 einmal mehr, warum sie für ihre aussergewöhnlichen Verteidigungskünste bekannt sind. Gleich reihenweise wurden die Angriffe des Herren 1 verteidigt. Schliesslich entschieden nur kleine Details zugunsten des Herren 2, welche den ersten Satz mit 25:23 eintüten konnten. Das gleiche Bild zeigte sich auch im zweiten Satz, welcher ebenfalls von Herren 2 mit 25:22 gewonnen wurde. Wohl bereits etwas ratlos und ohne Wechselspieler konnte das Herren 1 im dritten Satz nicht mehr reagieren und verlor diesen dann deutlicher mit 25:19 und das Spiel mit 3:0. Bei diesem Spiel fühlten sich wohl wieder einige der zahlreichen Zuschauer wieder an lang vergangene NLB-Zeiten erinnert.
Im letzten Spiel trat dann das Damen 1 noch gegen das Damen 2 an, wobei beide Teams diese Saison sehr erfolgreich unterwegs sind. Das Damen 1 belegt momentan als Aufsteiger nach einer starken Vorrunde den hervorragenden zweiten Platz der 2. Liga im Regionalverband Zürich, während das Damen 2 den ebenfalls guten 4. Platz belegt. Man konnte bei diesem Spiel also durchaus von einem Spitzenkampf sprechen. Obwohl man beim deutlich älteren Damen 2 wohl nicht von Trainingsweltmeistern sprechen kann, da sie sich hauptsächlich mit Spielen und anderen Sportarten fit halten, zeigte sich auch hier einmal mehr, dass Erfahrung durch nichts zu ersetzen ist. Obwohl das noch sehr junge Damen 1 gut dagegenhielt und die Spielerinnen immer wieder ihr grosses Potential andeuten konnten, unterliefen dem Damen 1 doch zu viele Fehler um das Spiel gewinnen zu können. Das Damen 2 hingegen überzeigte mit abwechslungsreichem Angriffsspiel und guter Verteidigung. Schliesslich konnte dich das Damen 2 für die klare Niederlage zu Beginn der Saison revanchieren und das Spiel deutlich mit 3:0 für sich entscheiden. Den Zuschauern dürfte klar gewesen sein, dass dem Damen 1 die Zukunft gehören wird, jedoch noch nicht an diesem Abend in diesem Spiel.
Der Samichlaus erschien für einmal nicht beim VBC Einsiedeln bei diesem traditionellen Chlausspieltag. Dafür wurde ein feiner Pastaplausch angeboten, bei welchem die anwesenden Spieler:innen und Zuschauer sich noch rege austauschen und auf diese Weise noch die eine oder andere Anekdote des vergangenen Vereinsjahres zum Besten geben konnten.