NLA: Die letzte Überzeugung fehlte

Im ersten Klassierungsspiel setzte sich Luzern gegen das Heimteam Einsiedeln klar 3:0 durch und bestätigte so ihre gute Form, die die Leuchtenstädter bereits in den Play-off-Viertelfinals gegen Chênois gezeigt hatten.
Für einmal war die Volleyball-Begegnung in der Sporthalle auf Mittwochabend angesetzt und da René Hensler, der Speaker der Einsiedler, in den Ferien weilt, übernahm VBC-Präsident Gerry Nauer diesen Job spontan. Die Einsiedler wurden von Coach Ernst Rüdisüli mit der Startaufstellung Oliver Ulrich (Pass), Raphael Kälin und Pascal Wunderle (Aussen), Dominik Schnüriger (Diagonal), Martin Wyss und Ben Hensler (Mitte) und Libero Michael Birchler ins Spiel geschickt. Topscorer Malte Stiel ist weiterhin verletzt, er sass aber als Zuschauer an den Seitenlinien.
Den Einstieg ins Spiel verpasste das Heimteam klar und lag beim ersten technischen Time-Out bereits vier Punkte hinten. Luzern war vom ersten Ball an wach und kratzte scheinbar verloren geglaubte Bälle, dieser letzte Biss fehlte den Einsiedler aber. Zur Satzmitte waren auch die Platzherren besser im Spiel angekommen, die "Blue Brothers" aber bereits zu viele Punkte davongezogen, als dass ihnen der Satzgewinn noch hätte streitig gemacht werden können.
 
Kein Aufbäumen
Der zweite Satz startete mit ähnlichem Muster: Nach einigen verlorenen Bällen ging jedoch ein Ruck durch die Einsiedler Mannschaft und plötzlich blieben die Punkte etwas einfacher auf Seite des VBC. Dies liessen sich die Luzerner nicht gefallen und sie trumpften wiederum durch abwechslungsreiches Spiel auf und setzten die Einsiedler zusehends erfolgreich unter Druck. Hier ein Block, da ein platzierter Angriff, Luzern produzierte wenige Eigenfehler und dominierte das Geschehen. Beim Stand von 14:20 gelangen den Einsiedlern zwar noch ein paar Punkte, gefährlich wurde es für die Männer von Coach Lauren Bertolacci aber nie.
Auch im dritten Durchgang behielten die Gäste das Zepter von Anfang an in der Hand. Ein Wechsel auf der Diagonalposition von Domink Schnüriger zu Benedikt Doranth zeigte nur bedingt Wirkung, auch den Deutschen stellte der hohe Luzerner Block vor teilweise unlösbare Aufgaben. Beim zweiten Technical Time-Out lag Einsiedeln bereits fünf Punkte hinten, trotz gutem Einsatz sassen die Gäste meist am längeren Hebel. Ein kurzes Aufbäumen durch schön platzierte Bälle von Topscorer Ben Hensler und ein Block führten zwar zu weiteren Punkten für Einsiedeln, Luzern holte sich aber auch den dritten Satz und damit den ersten Sieg der Best of 3-Serie ungefährdet nach Hause.
 
Die Serie wird am Wochenende entschieden
Bereits morgen Samstag kann sich Einsiedeln für die Auftaktniederlage bei Luzern revanchieren. Anpfiff der nächsten Spiele um die Ränge 5 bis 8 ist  um 17 Uhr in der Luzerner Bahnhofhalle. Sollte die Serie ausgeglichen werden, findet das entscheidende Spiel am Sonntagabend um 17 Uhr auswärts statt. Das letzte NLA-Heimspiel zu Anfang der dritten Play-off-Serie findet voraussichtlich am Samstag, 14. April, um 20 Uhr in der Sporthalle Brüel statt. Der Gegner ist noch unbekannt.
 

Matchtelegramm

VBC Einsiedeln - Volley Luzern 0:3 (15:25, 20:25, 18:25)

Sporthalle Brüel

80 Zuschauer

VBC Einsiedeln. Dominik Schnüriger, Oliver Ulrich, Benedikt Doranth, Martin Wyss, Ben Hensler (Captain), Michael Birchler (Libero), Gian Aebli, Raphael Kälin, Oliver Bochsler. Coach: Ernst Rüdisüli, Assistenten: Philippe Husi, Kurt Steiner.

Volley Luzern. Jörg Gautschi (Libero), Peer Harksen (Captain), Luca Widmer, Nick Amstutz, Luca Müller, Erik Harksen, Frederic Wicki, Marcel Häfliger, Christopher Frame, Strahinja Brzakovic, Reto Willimann, Luca Ulrich. Coach: Lauren Bertolacci
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